Geld:kritisch

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Material

Geld und Material

Materiell gegebene Dinge werden über Jahrtausende für Zahlungen verwendet, die auch Käufe umfassen. Erst mit der Neuzeit aber werden die dafür verwendeten Tauschmittel zu Geld, das nur noch als Tauschmittel dient. So löst sich von jedem Material als „reiner“, immaterieller Zahlenwert – als Wert.

Zeit

Geld und Zeit

Geld, wie wir es kennen, ist ein historisch spätes Phänomen. Wo es aufkommt, wird der gesamte Lebensprozess einer Gesellschaft von ihm abhängig und unterwirft es den gesamten Zeitverlauf einem objektiven Zwang: dass Geld stets weiter als Geld fungieren und stets zu mehr Geld werden muss.

Macht

Geld und Macht

Geld ist Macht: Es ist Verfügungsmacht über die Arbeit anderer. Doch damit diese Macht in jedem Geldschein, jeder Münze und in jeder auf einem Konto geführten Zahl auch anerkannt wird, braucht es dahinter noch eine andere Macht: Staaten, die ihr Gewaltmonopol zur Garantie des Geldes einsetzen.

Beziehung

Geld und Beziehung

Geld setzt die Menschen zueinander in Beziehung als Käufer und Verkäufer von Waren. Wo alles Wirtschaften über Geld bestimmt wird, prägt diese abstrakte Beziehung über Geld nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhang der Menschen, sondern auch ihre privaten Beziehungen, hinein bis ins Innerste.

Denkform

Geld als Denkform

Geld prägt das Denken der Menschen, indem es sie regelmässig dazu zwingt, sich bewusst nach den Geldzwängen zu richten. Aber es fordert den Menschen auch unbewusst bestimmte Formen des Denkens ab. In der Neuzeit prägt es auf diese Weise nichts Geringeres als Naturwissenschaften und Philosophie.

Vortrag Eske Bockelmann: «Geld als Denkform – der Schlüssel zu verstehen, was Geld mit uns macht». 

Tausch

Geld und Tausch

Der Austausch, den Menschen pflegen und auf dem ihre Gemeinschaften ursprünglich beruhen, wird erst durch Geld zu einem Tauschhandel in der Form von Kaufen und Verkaufen. So dominiert zuletzt der Markt jeden Tausch. Unterhalb des Marktes jedoch dauern Formen des Austauschs über Gaben fort.

Über Geld hinaus

Wirtschaften ohne Geld – wie soll das gehen? Das wissen wir auch nicht. Aber darüber nachdenken wollen wir. Menschen tun Dinge, beschenken sich, teilen, was sie haben, helfen einander und tragen zum Gelingen von kleinen und grossen Unternehmungen bei – ohne Geld. Sie haben das früher getan, sie tun es heute. Und wie sieht die Zukunft aus?