Das Geld
von Aristoteles bis Bitcoin


eine Geschichte in 7 Kapitel

Ich habe schon einige Hundert Bücher über Geld gelesen. Manchmal ist dies schön verwirrend. Eine Geldtheorie wird da dringend benötigt. Damit könnten die divergierenden Meinungen eingegliedert werden. Weshalb ist dies wichtig? “Geld beherrscht die Welt”, sagen wir einstimmig, aber wir wissen wenig über dieses Geld. Wie kann das sein? Wer beherrscht das Geld, wenn offenbar nicht die Staaten, und was für Eigenschaften hat es? Mit diesen Fragen bin ich ins MoneyMuseum geeilt, wo es eine grosse Bibliothek hat. Da müssten sich doch Antworten finden lassen. Es soll aber kein blosses Aneinanderreihen von Büchern sein, sondern einen roten Faden zeigen. Sie müsste drei grosse Fragen beantworten können:

  1. Woher kommt der Wachstumsdruck in der Wirtschaft?
  2. Weshalb wächst die Geldmenge exponential? Immer grössere Liquiditätsspritzen scheinen eine Notwendigkeit zu sein.
  3. Weshalb ist es nicht möglich, die Erderwärmung einzudämmen? Trotz wissenschaftlicher Erkenntnis seit Jahrzehnten?

Bei der ersten Frage hat sich schon Goethe engagiert mit seinem Werk "Faust, eine Tragödie".

Dort begegnen wir einer uns bekannten Situation: Der Staat hat kein Geld. Die Bevölkerung klagt, und der Kaiser hört sich alles an. Da schlendern Faust und Mephisto daher, und der Kaiser fragt:

Sag, weisst du, Narr, nicht auch noch eine Not? 
Kaiser zu Mephisto, Faust II

Mephisto entgegnet in seiner philosophischen Art: 

Wo fehlt's nicht irgendwo auf dieser Welt? Dem dies, dem das, hier aber fehlt das Geld. Vom Estrich zwar ist es nicht aufzuraffen; Doch Weisheit weiss das Tiefste herzuschaffen. In Bergesadern, Mauergründen ist Gold gemünzt und ungemünzt zu finden, Und fragt ihr mich, wer es zutage schafft: Begabten Manns Natur – und Geisteskraft.

Der Kaiser wird ungeduldig: Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff es denn, und Mephisto fährt fort: 

Ich schaffe, was ihr wollt, und schaffe mehr; Zwar ist es leicht, doch ist das Leichte schwer; Es liegt schon da, doch um es zu erlangen, das ist die Kunst.

Der Vorschlag: Man verpfändet das Gold im Boden, ohne es zu bergen, als eine Art Versprechen und verkauft dieses Versprechen dem Makler; heute würden wir sagen: auf dem Finanzmarkt. Indem das «Zeichengeld», wie es in Faust genannt wird, auf zukünftige Werte verweist, erzwingt es ständige Wertschöpfung. Faust weiss, dass das Papier erst dann einen Gold-Gleichwert bekommt, wenn es sich materialisiert, wenn es produktiv eingesetzt wird und die Wirtschaft im Sinne der Wertschöpfung expandiert und wächst. Ein endloser Prozess. Deshalb muss eine Wette zwischen Faust und Mephisto abgeschlossen werden.

Der entscheidende Inhalt der Wette ist das Verbot des Verweilens: Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, dann will ich gern zu Grunde gehn!, so willigt Faust in die Wette ein.

Das ist die Kapitalfunktion des Geldes. Sie besagt, dass aus Geld immer mehr Geld werden muss. Kein Innehalten. Ohne Wachstum gibt es kein Geld mehr. 

"Das Geld von Aristoteles bis Bitcoin" deutet darauf hin, dass hier ein Anfang gemacht wird, und dass sowohl der Philosoph Aristoteles konsultiert wird als auch Bitcoin und Blockchain ins Kalül genommen werden. Unterteilt sind die Antworten in sieben Stationen.

  1. Station: Sind Münzen Geld
  2. Station: Das grosse Umdenken
  3. Station: Stockalper, der Kapitalist
  4. Station: Die Eroberung neuer Märkte
  5. Station: Ende der Geschichte?
  6. Station: Die Gelddenker
  7. Station: Das Geld als Gesamtschau

Sind Münzen Geld?

Seit wann gibt es Geld? Seit es Münzen gibt, oder seit der Neuzeit, oder vielleicht hat es Geld schon immer gegeben? Münzen sind für uns Geld, und auch die Antike kannte Münzen - aber waren Münzen immer schon Geld? Zwei bekannte Vertreter ihrer Zeit geben Antwort: Aristoteles und Petrarca.  

Aristoteles, Philosoph, Athen, Mitte 4. Jahrhundert. Er gilt als berühmtester erster Theoretiker des Geldes. Für uns wichtig sind seine Bücher über Ethik (Nikomaische) und Politika über den Staat. Im Buch der Ethik geht es um Gerechtigkeit, um die Mitte des richtigen Masses. Bei Verteilung in einer Gemeinschaft und Tausch brauche es Ausgleich, und ein gerechter Ausgleich müsse die Ungleichheit der Beteiligten berücksichtigen. Wenn diese Art von Proportion beim Ausgleich beachtet werde, verwirkliche man Vergeltung und Gegenleistung, und dies sei die Grundlage der Polis, der griechischen Gemeinschaft. Es sind, wie Aristoteles darstellt, unbedingt vier Größen zu berücksichtigen, wenn es um gerechten Ausgleich geht: nicht nur die zwei getauschten Güter, sondern auch die beiden Tauschenden selbst. Denn für die Gesellschaft sind die Einzelnen ungleich, haben unterschiedliche Bedeutung. Was nach Gleichheit und Proportion getauscht wird, muss irgendwie vergleichbar sein und Münzen sind dafür da, diese Vergleichbarkeit zu leisten, so schreibt Aristoteles. Er bestimmt das Eine, das alle Dinge vergleichbar mache, nicht als Wert oder in Zahlen Berechenbares, sondern als Bedürfnis. Aristoteles denkt nicht daran anzugeben, wie sich der Wert von etwas berechnet, sondern beschreibt, unter welchen Umständen ein Preis für angemessen und gerecht gelten darf. Chremata wird fälschlicherweise oft mit Geld übersetzt, damit aber wurden alle brauchbaren Dinge bezeichnet. 

In den Politika widmet sich Aristoteles ausführlich dem Thema Besitz und Erwerb. Der wahre Reichtum wird als plutos bezeichnet. Dort steht, dass der Erwerb von Münzen, um wieder Münzen zu erwerben, keine Schranke habe, ganz im Gegensatz zum wahren und natürlichen Reichtum, und sei daher widernatürlich. Denn dies widerspreche der Vorstellung, dass die getauschten Dinge einander angemessen sein sollen. All dies widerspricht unserer Vorstellung von Geld und Wert, von kaufen und verkaufen. Das Konzept von Aristoteles und unser Geldkonzept sind so unterschiedlich, dass die Schlussfolgerung nahe liegt: die Antike kannte kein Geld.  

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Strassburg 1549

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Strassburg 1549

Peloponnes, Stadt Elis, Stater, 363 v. Chr., zeigt Göttervater Zeus.

Peloponnes, Stadt Elis, Stater, 363 v. Chr., zeigt Göttervater Zeus.

Syrakus, Sizilien, Dekadrachme, 400 v. Chr..

Syrakus, Sizilien, Dekadrachme, 400 v. Chr..

Kopf der Arethusa auf Rückseite der Münze, von Euainetos.

Kopf der Arethusa auf Rückseite der Münze, von Euainetos.

Wie sieht es im Mittelalter aus? Dort gab es doch Münzen. Petrarca müsste es wissen, ob es zu seiner Zeit Geld in unserem Sinn gab.

Glück und Unglück sind Schicksal. Wichtig ist unsere Gesinnung. Davon war der italienische Renaissance-Dichter Francesco Petrarca (1304-1374) überzeugt. Dieser „Trostspiegel“ wurde 1370 geschrieben. Bis 1756 erlebte der Bestseller allein in seiner lateinischen Originalausgabe 28 Auflagen und wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Das Buch wurde ursprünglich in Latein geschrieben, aber zum 200ten Jahrestag wurde es auf deutsch übersetzt; man verpflichtete einen der besten Renaissance Künstler für den Holzschnitt. So präsentiert das Buch 250 Alltagssituationen aus dem Leben des mittelalterlichen Menschen, mit kurzer Beschreibung und dem Ratschlag Petrarcas. Das Buch muss man langsam durchblättern und neugierig darauf achten, welche Probleme diese Menschen hatten: ist es Gesundheit, Ansehen, Tätigkeit, Partnerschaft, vielleicht auch Münzen, Darlehen und Sorgen mit dem Geld?

Gesundheit wird oft erwähnt, auch das Vaterland. Münzen dagegen nur fünf mal, und wenn, dann als Mitgift oder bei Diebstahl. Kredite, Notwendigkeit von Profit, Steuern oder gar Finanzierungen kommen nicht vor. Das häufigste Bild:"Wohl dem, der wohlgeboren ist"; die Rangordnung im Mittelalter war vorgegeben. Von kaufen und verkaufen, von Geld in unserem Sinn keine Spur.   

Francesco Petrarca, Trostspiegel in Glück und Unglück, Frankfurt 1572

Das grosse Umdenken

Im sog. "langen 16. Jahrhundert", das weit ins 17. Jahrhundert reichte, fand ein Wandel des Weltbildes statt. An was erkannte man, dass Geld, unser modernes Geld, entstanden war? Wir schauen uns das Volksbuch Fortunatus vom 16. Jahrhundert an, die Jesuitenschule von Salamanca, die Aussagen des Ökonomen Misselden 1622 und die Beschreibung des Rhythmus als Taktrhythmus durch Descartes 1618. 

Von win-loose to win-win:

Aldo Haesler, Professor der Soziologie an der Universität Caen in Frankreich, hat sich jahrelang mit dem Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit beschäftigt. Was genau hatte sich damals verändert? Nach seiner Meinung war es vor allem der Wechsel von der win-loose Gedankenwelt, in der der Gewinn des Einen der Verlust des Andern sein muss, zur win-win Welt, in der alle profitieren. Von der geschlossenen Ordnung, die hierarchisch gegliedert war, mit einem endlichen Raum, hin zur offenen Weltordnung. Die bisherige Vorstellung zerschellte an der Unmöglichkeit, gewisse Dogmen gegen Berechnungen und Beobachtungen aufrecht zu erhalten. Es trat ein Wandel des Weltbildes ein.  Aldo Haesler nennt es den Übergang vom Nullsummenspiel zum Positivsummensiel.

Neu ist, dass der Mensch mit dem Erfolg ebenso verfährt - er schuldet ihn niemanden, nur sich selbst. Diese Formel der modernen Emanzipation war in traditionellen Gesellschaften undenkbar; undenkbar, weil alle Verhältnisse unter den Menschen gegenseitige Schuldverhältnisse waren. Zu beginn des 17. Jahrhunderts sprach man vom Händler noch wie von einem Parasisten; Mitte des Jahrhunderts ist aus ihm ein Agent der Vorsehung geworden. Geld ist nicht mehr nur ein Werkzeug, es ist zu einem Medium geworden, zu einer Sprache mit Zahlen, die universell verfügbar ist.  

Die Jesuiten von Salamanca:

Luis de Molina, De Iustitia at Iure, 1602

Luis de Molina, De Iustitia at Iure, 1602

Bedeutung erlangte die Schule von Salamanca durch die Entwicklung eines „internationalen Naturrechts“. Vor dem Hintergrund der Eroberung in Süd- und Mittelamerika durch Spanier und Portugiesen, des Humanismus und der Reformation gerieten die traditionellen Konzeptionen der römisch-katholischen Kirche im 16. Jahrhundert zunehmend unter Druck. Die Schule von Salamanca nahm die sich daraus ergebenden Probleme in Angriff. Ihr Ziel war die Harmonisierung der Lehren Thomas von Aquins mit der neuen ökonomisch-politischen Ordnung der Zeit. 

Die Theorien der Schule von Salamanca läuteten das Ende des mittelalterlichen Rechtskonzepts ein. In einem für das Europa der damaligen Zeit unüblichem Masse fordern sie mehr Freiheitlichkeit. Die natürlichen Rechte des Menschen(Recht auf Leben, Recht auf Privateigentum, Meinungsfreiheit, menschliche Würde) wurden zum Mittelpunkt des Interesses der Schule von Salamanca. Diego de Covarrubias y Leiva (1512–1577) zufolge haben Menschen nicht nur das Recht auf Privateigentum, sondern auch das Recht, exklusiv aus den Vorteilen des Eigentums zu profitieren. 

Winckler, Nicolaus, Bedencken Von Künfftiger verenderung Weltlicher Policey vnd Ende der Welt, Augsburg 1582

Dr. Winkler, Faust von 1582

Dr. Winkler, Faust von 1582

„Faust“, der das bestehende Wissen hinterfragt und nach Weisheit strebt, ist keine Erfindung von Goethe, sondern war ein Volksbuch des 16. Jahrhunderts. Nicolaus Winkler, ein Arzt in Augsburg, hat es 1582 publiziert. Das Ende der Geschichte: Faust stirbt. Das Volksempfinden damals sah im Hinterfragen der bestehenden Ordnung ein Frevel, deshalb musste Faust sterben – ganz im Gegensatz zur Version 200 Jahre später. Goethe hatte „das grosse Umdenken“ und den Kapitalismus erkannt und führte die Wette zwischen Faust und Mephisto ein mit dem Verbot des Verweilens. Goethe ist heute ein hochangesehener Autor, aber die meisten Leser verstehen diese Passage der Kapitalfunktion nicht; wir hangen alten Vorstellungen an, genau wie die Leute im 16. Jahrhundert. Schon damals scheint dies Goethe vorausgeahnt zu haben und gab sein Werk erst posthum zur Veröffentlichung frei.

Fortunatus, London 1740

Fortunatus, London 1740

Anfangs des 16. Jahrhunderts beginnt die Verbreitung des Fortunatus als eines jener „Volksbücher“, wie die Romantiker sie später getauft haben, da kein Verfasser angegeben war. Zu diesen „Volksbüchern“ zählen auch Berühmtheiten wie der Eulenspiegel und das Buch von Doktor Faustus. In ganz Europa ist der Fortunatus präsent und über 200 Jahre lang findet dort die Geschichte vom nie versiegenden Portemonnaie viele Leser. Erstausgabe war 1509.

Fortunatus erhielt einen Säckel mit nie versiegenden Münzen drin. Mich erinnert das an Lotto-Millionäre, die ohne Leistungsausweis plötzlich über grossen Reichtum verfügen. Was macht nun Fortunatus mit seinem neuen Reichtum? Fortunatus ruht sich nicht auf seinem Säckel aus, sondern macht sich auf, um als Handelsfahrer die Welt zu durchkreuzen und auf diese Weise erst noch reich zu werden. Denn vorstellen konnte man sich nur das Kaufmannskapital. Was ihm seine Münzen zu Hause einbringen, ist zwar bedeutend, es macht ihn zum adeligen Herrn über Land und Leute, aber es bleibt beschränkt. Im Inneren des Gemeinwesens bekommt Fortunatus für seine Münzen nur begrenzt etwas zu kaufen.  

Misselden, Free Trade, 1622

Misselden, Free Trade, 1622

Misselden ist der Autor von "Free Trade, Or the means to make trade flourish", 1622. Als Merkantilist erbrachte er eine wichtige Leistung zur Idee der Handelsbilanz. „Geld ist jetzt zum Preis für alle Dinge geworden“, schreibt Misselden 1622. Zum ersten Mal ist diese Aussage nachweisbar, Geld ist jetzt feststellbar. Sein Satz „Was seine Natur und was die zeitliche Abfolge betrifft, kommt Geld erst nach der Ware, doch so, wie es heute in Gebrauch ist, wurde es die Hauptsache“, entspricht der modernen Auffassung von Geld.  

Descartes, Musicae Compendium, 1618

Descartes, Musicae Compendium, 1618

Descartes verfasst 1618 ein Buch über Musik, beschreibt die Noten, den Rhythmus. Zum ersten Mal benutzt er die Bezeichnung "Taktrhythmus" zur Beschreibung des Rhythmus. Das ist erstaunlich. Etwas muss sich im Kopf der Menschen von damals verändert haben, fühlten sie doch nur 50 Jahre vorher einen andern Rhythmus.

Descartes schreibt: Das Zeitmass der Töne muss aus gleichen Teilen bestehen, weil diese vom Sinn am leichtesten vom Gehör erfasst werden ... Diese Einteilung wird markiert durch einen Schlag oder den sog. Niederschlag, was zur Unterstützung unserer Einbildungskraft geschieht … wie die Kriegstrommel, bei der nichts als das Zeitmass gehört wird …

Woher kommt dieser Wandel? Jahrhunderte musste die Antwort warten, bis Eske Bockelmann den Faden aufnahm und akribisch genau nachweist, woher dieser Wandel, dieser unbewusste Reflex in der Rhythmuswahrnehmung herkommt. Er verfasst das Werk "Im Takt des Geldes".  

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts, ergibt sich zum ersten Mal, was vorher undenkbar war und auch keinen Grund gehabt hätte: dass die europäischen Mächte fast gesamt gegeneinander zu Felde ziehen.

Ein Konflikt von solch flächenhafter Ausbreitung, dass er „geradezu als der erste Weltkrieg Europas“ bezeichnet werden kann. Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa; er begann als Religionskrieg und endete als Territorialkrieg.

Die Fürstentümer im 17. Jahrhundert hatten keine militärischen Ressourcen, um dauernd Kriege zu führen. Deshalb warb man Söldnerarmeen an, meist gegen Kredit. Die Heere versorgten sich zunehmende selbst, vor allem im Feindesgebiet. Die «privat» operierenden Söldnerarmeen schonten kein Territorium. Sie plünderten und verheerten, wie wenn sie den aktuellen Landstrich nie mehr betreten würden. Mit den entsprechend schrecklichen Folgen für die Zivilbevölkerung.

1648 wird in Münster der Vertrag zum Westfälischen Frieden unterzeichnet und der ist berühmt dafür, dass hier zum ersten Mal moderne Staaten einander als Souveräne gegenüberstehen und nicht mehr nur die feudalen Herrscher über Personenverbände.

Das St. Galler Tagblatt publizierte eine interessante Studie: Warum der 30-jährige Krieg auffällige Parallelen zum Syrien-Krieg unserer Zeit aufweist.

Stockalper Schloss in Brig, Wallis.

Stockalper Schloss in Brig, Wallis.

Stockalper's Anagramm – sospes lucra carpat

Stockalper stammt aus einer Walliser Patrizierfamilie, die früher eine Stockalpe auf dem Simplon Pass besass. Daher der Name. Mit 20 beschloss er seine Ausbildung an der Jesuitenakademie in Freiburg im Breisgau, beherrschte sechs Sprachen und wollte in die Politik in Brig. Das Wallis war mittendrin im Kräftefeld der Grossmächte: im Westen die Habsburger mit Spanien, Herzogtum Mailand und die spanischen Niederlande; Frankreich versucht sich von dieser Umklammerung zu befreien. Die Pässe im Osten waren in die Kriegswirren verwickelt und fielen aus.

Da erkannte Stockalper die strategische Bedeutung des Simplonpasses.  Er baut den Simplonpass aus, erlangt das Monopol für den Warentransport, später auch das Salzmonopol und das Söldnermonopol. Als Unternehmer übernimmt er eine Eisenverhüttung im Wallis aus dem Bankrott. Er baut seine Aktivitäten zu einem Mischkonzern aus, in denen sich viele Synergien eröffnen.  Die enge Verzahnung von Politik und Geschäft war der eine Pfeiler seines Erfolges, der andere das Anwenden der Schuldenfalle: oft gewährte er den Bauern grosszügig Darlehen, liess die Zinsen auflaufen bis zu jenem Punkt, wo er das Land den Bauern entreissen konnte. So wurde er der grösste Immobilienbesitzer im Wallis. Simplontransit, Salz und Söldnerwesen waren seine drei Gebiete, mit denen er einen gewaltigen Reichtum anhäufte. All dies ist aus seinen Rechnungsbüchern im Detail ersichtlich, die er akribisch genau selber führte.  

Skrupel? Da hatte er keine. Denn die jüngste Erkenntnis der win-win Situation war ja sein Lebensmotto: "Sospes lucra carpat" - Gottes Günstling soll die Gewinn abschöpfen. Motto und Anagramm seines Namens. Drohungen, Bestechung, Patronage, Schiergelder, Stimmenkauf gehörten zum Arsenal seiner Tätigkeit. Bis seine Mitbürger nicht mehr mitmachten. Ein Coup, Entmachtung, Stockalper flieht nach Domodossola.  

Stockalper ist ein Beispiel für die neue Geldordnung, wirtschaftlich, gesellschaftlich und spirituell. Noch heute zeugt der überdimensionierte Palast in Brig von seinen Ambitionen. Auf der positiven Seite hat er erkannt, dass die Schweiz als kleines Staatswesen im Zentrum des Kontinents, umgeben von Grossmächten, einen opportunistischen Umgang mit seinen Nachbarn fahren muss. Auf der negativen Seite verkörpert er den neuen Umgang mit Geld, mit dem Drang nach immer mehr Profit, Kontrolle und andauernder Kapitalakumulation. 

Bild von National Geographic: Mughal emperor Shah Alam II grants Robert Clive, leader of the East India Company’s army, the ability to collect taxes in Bengal.

Bild von National Geographic: Mughal emperor Shah Alam II grants Robert Clive, leader of the East India Company’s army, the ability to collect taxes in Bengal.

Eroberung neuer Märkte

Die kapitalorientierte Marktwirtschaft wird seit dem 17. Jahrhundert von Europa in die weite Welt hinausgetragen. Als Beispiel dient uns die East India Company, die sich von einer Handelsgesellschaft zum mächtigsten Konzern der Welt entwickelte. An ihr sieht man, dass das neue Geld zwangsläufig zur Eroberung neuer Märkte führen muss; moralische Bedenken wurden durch Umdeutung der "unsichtbaren Hand" von Adam Smith und dem Neoliberalismus von Walter Lippmann beiseite geschoben. 

East India Company

Um 1600 wurde die East India Company gegründet. Und zwar nicht wie bisher als Limited Partnership wie damals üblich, sondern als eine Aktiengesellschaft. Mit dieser konnte man weit mehr Kapital aufnehmen, weil der Kreis der Geldgeber unlimitiert ist. Anfänglich eine Handelsgesellschaft, allerdings mit dem Recht auf eine eigene Armee, entwickelte sich die Gesellschaft im 18. Jahrhundert zu einem schlagfähigem Unternehmen. Um 1800 verfügte die Gesellschaft über eine Armee von 260.000 Soldaten in Indien, doppelt so viel wie die englische Armee. Als Gesellschaft war sie aber nur ihren Aktionären verantwortlich.  Im Volksmund spricht man davon, dass die Engländer Indien erobert hätten; aber es war die East India Company, welche mit ihrer privaten Armee Bengal eingenommen und dort für sich die Steuern eingetrieben hatte. Und ähnlich wie Stockalper vorher oder die grossen multinationalen Gesellschaften nachher war die enge Verbindung zwischen Unternehmen und Politik entscheidend für den Erfolg; die East India Company unterhielt enge Verbindungen zum britischen Parlament, indem sie den Politikern Aktien der Gesellschaft übertrug. Ende des 18. Jahrhunderts war die Gesellschaft schliesslich "too big to fail" und musste von der englischen Regierung gerettet werden, da sie mit viel Leverage und wenig Eigenkapital arbeitete. 

Was war neu an der East India Company? 

  1. Erstens das Konzept der Aktiengesellschaft, um Kapital aufzunehmen, im Gegensatz zu den damals üblichen Familiengesellschaften mit begrenztem Aktionariat.
  2. Zweitens das Ausmass der skruppellosen Profitmaximierung.  

Was zeigt das Beispiel? 

  1. Erstens zeigt das Beispiel, wie der Kapitalismus von Europa in die ganze Welt getragen wurde.
  2. Zweitens zeigt das Beispiel, wie Marktwirtschaft ohne staatliche Governance zu Extremsituationen führt.
  3. Und drittens zeigt dieses Beispiel die Auswirkung der fatalen Verbindung von Unternehmen und Politik, was zu Monopolstellungen führt.  

Das Ende der Geschichte?

Die bisherige Entwicklung zeigt, dass sich Geld von einem Werkzeug zu einem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem entwickelt hat. Es drängt nach Eroberung von neuen Märkten, was die Innovation, aber auch zu unbedachter Expansion und Ausbeutung an Ressourcen und an Menschen antreibt. Unser Geld ist in der Krise; nicht nur weil die globale Expansion an Grenzen gestossen ist, sondern weil ein grosser Teil der Bevölkerungen nicht mehr mitmachen will. Ist das Ende dieses Geldsystems erreicht? 

Karl Marx' These

Karl Marx, Das Kapital, Erstausgabe war 1867 in Hamburg mit Startauflage von 1000 Exemplaren. Buch II folgte 1885, Buch III folgte 1894. Unsere Ausgabe: Vollständige Gesamtausgabe in 3 Bänden im Schuber, 2016.  

1867 publizierte Karl Marx sein Werk „Das Kapital“, nachdem er einige Jahre in London die Natur des Geldes studiert hatte. Die Auswirkungen seines Werkes waren enorm. Allerdings hätte er die Idee des Kommunismus, wie er sich in den folgenden 100 Jahren entwickelte, so nie gutgeheissen. Marx‘ These war, dass sich die Entwicklung der kapitalorientierten Marktwirtschaft, des Kapitalismus in einer Endphase befindet, weil die Spaltung der Gesellschaft immer weiter zunimmt. Einige wenige Kapitalisten würden über das meiste Kapital verfügen, die Bevölkerung bildet das Proletariat. Deshalb sein Rat: „Proletarier aller Welt, vereinigt Euch“.  Weshalb scheiterte seine Theorie? Obwohl er einige Jahre die Natur des Geldes studierte, befasste er sich nie mit der Genese des modernen Geldes. Er setzte Geld voraus. So definierte er „Wert“ als „Arbeitswert“, jener Wert, der von Arbeitskraft geleistet wird. Es ist das Verdienst von Eske Bockelmann, dieser Werttheorie auf den Grund zu gehen und richtig zu stellen. 

Fukuyama: Das Ende der Geschichte, 1992

Fukuyama, ein amerikanischer Philosoph und Historiker, legte in seinem Werk „The End of History and the Last Man“ 1992 die These auf, dass die soziokulturelle Entwicklung der Menschheit einen Endpunkt erlangt hat; dass die entgültige Regierungsform gefunden worden sei. Es war seine Überzeugung, dass nach Ende des Kalten Krieges und der Auflösung der Sowjetunion die Menschheit die ideologische Evolution vollbracht und die Globalisierung des liberalten Weltbildes die endgültige Regierungsform hervorgebracht hat. Schon wenige Jahre nach der Publikation aber wurde das liberale Weltbild von vielen Seiten, auch im Westen, in Frage gestellt. 


Die Geld-Denker

Das MoneyMuseum beauftragte Aldo Haesler, Soziologie-Professor an der Universität Caen, 50 Gelddenker zu porträtieren und deren Gedanken zu Geld kurz zu präsentieren. Georg Simmel, Adam Smith und Max Weber waren wichtige Meilensteine im Verständnis von Geld. So interessant die einzelnen Beschreibungen sind, so verdichten sich die Texte nicht zu einer Gesamtschau, aus der sich eine Geldtheorie entwickeln würde. Fast wöchentlich werden neue Geldbücher auf den Markt gebracht, was die Übersicht für den Leser nicht einfach macht. Im folgenden erwähne ich einige Bücher, die mich persönlich beeindruckt haben.

Jim Simons ist ein amerikanischer Mathematiker. Er fand den "Code" des Finanzmarktes. Er recherchierte Patterns, Preismuster die sich immer wieder formen, und fand eine gewisse Konsistenz. Seine Renaissance Corporation betreibt den Medallion Fund, allerdings nur für Mitarbeiter. Das Buch von Gregory Zuckerman "The man who solved the market" gibt uns einen Einblick in Simons geheime Welt. Die Performance in den letzten 30 Jahren ist einmalig. In den 1990er Jahren zeigten nur drei Jahre unter 50% Gewinn, negative Jahre gab es nicht. Seit 2000 gab es nur ein Jahr unter 50% Gewinn (2003: +44%). Seit 2010 schöpft der Fond pro Jahr weit mehr als 5 Milliarden US$ ab. Während der ganzen Zeit belief sich die durchschnittliche Wertsteigerung pro Jahr auf 66%, das heisst alle 1.1 Jahre verdoppelt sich sein Fond, verachtfacht er sich in gut vier Jahren usw. Gesamte Handelsprofite belaufen sich in dieser Zeit über 100 Mrd US$. Der Code wird gehütet wie der heilige Gral. Dies ist kein win-win Spiel, da profitiert die Zivilgesellschaft nicht. Renaissance Corp. bringt der Gesellschaft keinen Nutzen. Sein Gewinn ist der Verlust eines andern. Profitieren können nur die Insider. Ein Insider wollte sich mit seinem Reichtum auch politisch engagieren, verhalf Trump zur Wahl, wurde grosser Unterstützer von Bannon. Er kaufte Cambridge Analytica, die Firma, die facebook Daten zu politischen Kampagnen nutzte. Die Kritik erntete facebook, nicht der Insider.  Simons wird in Amerika verehrt, er hat es geschafft, was so viele andere auch schaffen möchten.

Gesellschaft des Zorns, von Cornelia Koppetsch, 2019: Den übrigen Bevölkerungsschichten bleibt der Zorn, oder der Groll, wie es in der Odysee heisst. Cornelia Koppetsch, Soziologie-Professorin, bemerkte in ihrem Umfeld immer mehr rechts-radikal eingestellte Personen. Sie ging dem auf den Grund und publizierte ihre Ergebnisse in "Gesellschaft des Zorns". Ein Bestseller während vielen Wochen. Zorn definiert Claudia Koppetsch als Ressentiment, Angst, Wut; als eine Geisteshaltung UND ein Gefühl, das sich auf der politischen Plattform, als politische Krise äussert. Die nicht privilegierte Schicht hält sich nicht mehr an politische Regeln, sondern tritt als Tabu-Brecher auf.

Die Politik müsste sich nun den Themen Spaltung der Gesellschaft, Wachstumsdruck, Ängste und Sinnhaftigkeit sowie Migration annehmen, und tut sich schwer damit. Viele Menschen aus der akademisch-kosmopolitischen Mittelschicht glauben, dass eine liberale Gesellschaftsordnung die bestmögliche aller Welten darstellt. Diese würden durch die rechten Parteien mutwillig zerstört. Die Sachlage scheint klar: Der Liberalismus ist rational und logisch; seine rechtspopulistischen Herausforderer sind irrational, wenn nicht gar verrückt; Liberale sagen die Wahrheit, Rechtspopulisten verbreiten Lügen; Liberale stehen für den Fortschritt, Rechtspopulisten möchten die Vergangenheit wiederherstellen; Liberale sind offen, freiheitsliebend und egalitär, während Rechtspopulisten intolerant, autoritär und repressiv erscheinen. Dieses Narrativ gibt Liberalen das beruhigende Gefühl, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Dies alles wäre vielleicht noch gangbar, wenn nicht gleichzeitig sichtbar würde, dass dieselben Milieus, die für Offenheit und Toleranz eintreten, sich in exklusiven Enklaven hochpreisiger Stadtquartiere abschließen.

Die Globalisierung beinhaltet das Paradox, dass sie eine radikale Klassentrennung über den gesamten Globus einführte, was dem liberalen Weltbild widerspricht. 

Die Fortschrittsidee des Liberalismus ihrerseits ist rapiden Zerfallsprozessen ausgesetzt. Es wird zunehmend sichtbar, dass die imperiale Lebensweise, von der große Bevölkerungsmehrheiten der ehemaligen Kolonialmächte lange profitiert haben, mit der Globalisierung an Grenzen gestossen ist. Die in Drittweltländer externalisierten Risiken schlagen zunehmend in Form von Terror, Finanzkrisen und Flüchtlingsströmen auf ihre Erzeuger zurück. 

Ein kurzes Interview mit der Autorin sehen Sie hier: 

Satoshi's Vision: 2008 änderte sich die Finanzwelt drastisch, nicht nur wegen der Finanzmarktkrise, sondern wegen der Publikation "Bitcoin: A Peer to Peer Electronic Cash System". In den folgenden zehn Jahren hat sich viel getan. Satoshi Nakamoto, Pseudonym des Autors der Publikation und Erfinder des Bitcoin Protokolls, verschwand von der Bildoberfläche. In seiner Abwesenheit wurde am Bitcoin Protokoll drastische Änderungen vollzogen. Nach zehn Jahren trat Craig Wright an die Öffentlichkeit und erklärte, weshalb er damals ein Pseudonym wählte, warum er verschwand und jetzt zurückkam. In diesem Buch stellt er die Herausforderungen für Bitcoin und seine Vision für die Zukunft dar.

Aldo Haesler, Gelddenker

Aldo Haesler, Gelddenker

Das Geld als Gesamtschau

Unter den vielen Geldbüchern mit ihren Details gibt es meiner Meinung nach ein Werk, dem die Gesamtschau über Geld gelungen ist. Es liest sich wie Prosa, das heisst es ist leicht lesbar, verlangt aber zum Verständnis das Fallenlassen von Vorurteilen. Dieses Rätsel, im folgenden noch genauer beschrieben, lohnt sich zu ergründen. Darin sind auch die Antworten auf unsere drei in der Einleitung gestellten Fragen zu finden.

Seit 2008 sind sich mehr und mehr Leute bewusst, dass es mit dem Geld und den Finanzen nicht gut steht. Anfänglich meinte man, die Schuld den Banken, den Spekulanten und rücksichtslosen Unternehmern zuschieben zu können. Dann kam aber die Erkenntnis, dass die «Eliten» daran schuld sein könnten, oder wenigstens ihre Unfähigkeit, dieses Unbehagen zu beseitigen. Die Eliten standen für das Regime Geld. Das war auch nicht verwunderlich, da uns die Nachrichten über Erderwärmung, Umweltkrisen, Migration, Spaltung der Gesellschaft täglich erreichten. Aber der Trend hatte sich schon seit Jahrzehnten abgezeichnet, die Krisen haben die Sinne nur geschärft. 

Ich werde mit mehr und mehr Gruppen konfrontiert, die versuchen geld-frei oder mit möglichst wenig Geld zu leben, was in unserer Gesellschaft eine grosse Herausforderung ist. Die Auswirkung auf die Psyche dieser Menschen erstaunt mich immer wieder – sie fühlen sich plötzlich frei und unbeschwert. Aber die meisten gehen den umgekehrten Weg: nicht die intensive Suche danach, wie das Geld zu überwinden, sondern wie es zu retten sei. Einige Initiativen wurden mit Begeisterung lanciert, vom Stimmvolk aber abgelehnt. Immer wieder werden Ideen dargeboten, auf welche Weise das Geld vor weiteren Krisen zu schützen wäre, wie es sich vor gierigen Spekulanten, nimmersatter Banken und inkompetenten Manager sichern liesse. Nicht das System oder das Regime des Geldes wird in Frage gestellt, sondern dessen Handhabung. Deshalb der Versuch der Reformen.

Das ist meiner Meinung nach ein Irrweg. In einigen Jahren wird man sich doch dazu gezwungen sehen, das Regime des Geldes zu hinterfragen.Geld ist ein beliebtes Thema. Jeder weiss genau, was es mit Geld auf sich hat, solange es darum geht, mit Geld umzugehen. Dass man es braucht und wofür man es braucht; wie man zu Geld kommt oder jedenfalls kommen könnte; was man gegen Geld bekommt und auf welche Weise sich Geld einsetzen lässt: Das alles ist kein Geheimnis. 

«Geld regiert die Welt» ist eine banale Feststellung, aber weshalb weigern sich die Menschen, dieses System zu hinterfragen? Obwohl Umweltbewegungen »Weiter so ist keine Option! Wende oder Ende!« fordern und der Begriff der Nachhaltigkeit im Mainstream angekommen ist – die moderne Gesellschaft verteidigt ihren Wohlstand und Lebensstil entschiedener denn je. Es scheint wie ein Rätsel oder ein Tabu zu sein. Wie kommt es, dass wir und unsere Wirklichkeit vom Geld abhängen? Wie ist das Geld zu dieser Macht gekommen?

Ich bin der Meinung, dass Erderwärmung und dessen Folgen wie Überschwemmungen, Zerfall von ganzen Gegenden und Massen-Migration, aber auch die soziale Spaltung der Gesellschaft, der Wachstumsdruck der Wirtschaft, die allgemeine Angst in der Gesellschaft uns zwingt, das Regime des Geldes zu hinterfragen. In meiner Meinung bietet dieses Werk von Eske Bockelmann zum ersten Mal eine Gesamtschau des Phänomens Geld, seiner Entwicklung und seiner Eigenschaften. Das Buch lohnt sich zu lesen.